ISSN 1205-6545   15. Jahrgang   Nummer 1   (April 2010)
HerausgeberInnen: Britta Hufeisen, Manfred Prokop, Jörg Roche           Rezensionen: Claus Altmayer         Feuilleton: Jörg Wormer
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Themenschwerpunkt: Der Faktor Alter beim Spracherwerb

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Alter und dem Erwerb und Lernen von Sprachen ist ein wichtiges Arbeitsgebiet insbesondere der internationalen Spracherwerbsforschung, der Neurowissenschaften und der Sprachlehr- und -lernforschung. Der Themenbereich wurde vom Science Magazine 2005 sogar zu den 125 großen Fragen der Wissenschaft für das nächste Vierteljahrhundert gezählt. Nur wenige Fragen zum Faktor Alter sind jedoch bisher endgültig geklärt. Weitere interdisziplinäre Forschung im Sinne eines genuinen Austausches zwischen den beteiligten Wissenschaftsdisziplinen ist deshalb dringend notwendig. Der Themenschwerpunkt möchte hierzu einen Beitrag leisten. Dies geschieht in insgesamt vier thematischen Artikeln sowie einer Rezension, wobei die zeitliche Spannbreite von Kindern bis zu Senioren geht. Auch die Perspektiven auf das Thema sind ähnlich breit und gehen von neurowissenschaftlichen Aspekten bis hin zu Fragen des Web-Designs.
 
Rüdiger Grotjahn, Torsten Schlak & Annette Berndt
Gastherausgeber


Ausserhalb des Themenschwerpunkts

Ausserhalb des Themenschwerpunkts erscheinen zwei Aufsätze: "Konzeption und Auswertung einer Selbsterfahrung im Fremdsprachenunterricht – erste Vorschläge für einen neuen Typus der Sprachlernberatung" (HTML / PDF) von Marion Grein und "Zwischen Spaßreise und interkultureller Begegnung: Der Einfluss eines schulischen Aufenthaltes in Großbritannien auf das Landesbild der Teilnehmer" (HTML / PDF) von Sylvia Schulze.


Das Feuilleton dieser Ausgabe der ZiF stellt eine Pflanze vor, die als kalorienfreier Zuckerersatzstoff helfen könnte, die weltweit exponentiell ansteigende Krankheit Diabetes einzudämmen. Darüber hinaus nimmt das Feuilleton ab dieser Ausgabe unter dem Stichwort Sprachmomente auffallende zeitgenössische Äußerungen unter die Lupe, klärt und „übersetzt“ sie.


In eigener Sache

Gleich zwei fachpolitisch wichtige Dokumente bringt die ZIF in dieser Nummer den Leserinnen und Lesern "druckfrisch" zur Kenntnis. Zum einen das Memorandum von Vorstand und Beirat Germanistik des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zur Rolle und Förderung der Wissenschaftssprache Deutsch, zum anderen die Resolution der von der Mercator-Stiftung geförderten Tagung zum Thema Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Dezember 2009. Sowohl die Rolle des Deutschen als Wissenschaftssprache im Konzert anderer Wissenschaftssprachen in einer von Mehrsprachigkeit geprägten Welt als auch die Bedeutung des Deutschen als Zweitsprache bei einer von Mehrsprachigkeit geprägten Integration stellen essentielle Themen der Fachdiskussion und der Politik dar. So ist es kein Wunder, höchstens zeitliche Koinzidenz, dass beide Dokumente zum jetzigen Zeitpunkt die gesamte Breite des Fachspektrums DaF/DaZ markieren. Auf der einen Seite die auswärtige Sprach-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik, die in den vergangenen Jahren viel Auftrieb erfahren hat, auf der anderen Seite die Integrations- und Migrationspolitik, die durch den Integrationsgipfel der Bundesregierung und zahlreiche Folgemaßnahmen auf Bundes- und Landesebene stark in den öffentlichen Fokus gerückt sind. Und beide - die Außen- und die Innenperspektive - weisen mehr Berührungspunkte auf, als vielen bewusst ist. Man denke etwa an grenzüberschreitende Bildungsfragen oder an die Fragen der Zu- und Abwanderung Hochqualifizierter und ihrer Familien.

Die DaZ-Resolution, die aus einer von der Mercator-Stiftung im Dezember in Essen organisierten Tagung von 130 Expertinnen und Experten sowie Vertretern der Kultusministerien der Bundesrepublik hervorgegangen ist, setzt gleichzeitig den Schwerpunkt der letzten Ausgabe der ZIF zum Thema Deutsch als Zweitsprache fort. Diese Resolution ist über die Mercator-Stiftung auch online zugänglich und kann dort von allen Kolleginnen und Kollegen mitgezeichnet werden. Hierzu laden die Organisatoren der Tagung sowie die Mercator-Stiftung herzlich ein.

Hier ist der Link zum Download von den Seiten der Stiftung Mercator: http://www.mercator-foerderunterricht.de/projekt/publikationen.html, und hier der Link zum DAAD: Offen für Englisch, Einsatz für Deutsch. Memorandum zu Deutsch als Wissenschaftssprache mit einer dazugehörigen Presseerklärung.

Und: Ab der nächsten Nummer wird die ZIF – wie die meisten on-line Fachzeitschriften heutzutage – nur mehr im PDF-Format erscheinen.

Diese Zeitschrift erscheint am Sprachenzentrum der TU Darmstadt. Fragen oder Kommentare bitte an oder .

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