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Themenschwerpunkt: Deutsch als Zweitsprache
Liebe
Kolleginnen und Kollegen,
das Thema Deutsch als Zweitsprache erfährt seit einigen Jahren eine Art Wiedergeburt in Deutschland. Das liegt
daran, dass die Politik – aufgeschreckt von Bildungsstudien – immer wieder darauf hinweist, dass es auch in Deutschland einen
großen Bedarf für eine nachholende Integration gibt. Die Sprache, so hat die Politik dementsprechend erkannt, ist der Schlüssel
genau zu dieser Integration. Nur wie das am besten zu leisten ist, vor allem bei den unterschiedlichen Adressatengruppen, und welche migrations- und sprachenpolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen sind,
darüber besteht wenig Einigkeit und Klarheit. All das deutet daraufhin, dass das Fach DaZ noch einen Teil der Strecke zur
Professionalisierung vor sich hat, dass wichtige fachliche Aspekte noch zu erforschen und zu kommunizieren und dass auch
weitere infrastrukturelle Grundlagen zu schaffen sind. In dieser Situation möchte diese Schwerpunktnummer der ZIF
einen weiteren Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten und Impulse für die weitere Forschung und Entwicklung geben.
Dazu stehen in dieser Ausgabe fünf thematische Impulsgeber mit Beiträgen zur Verfügung.
In der Rubrik Blick aus der Praxis veröffentlicht die ZIF zudem einen Beitrag von Heike Gruhn (Puebla, Mexiko) zu den
Wirkungen und Desiderata der Sprachprüfungen in Mexiko mit dem Titel ‚Anmerkungen zum Zertifikat Deutsch im
mexikanischen Kontext vor dem Hintergrund der Deskriptoren-Tabellen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens’.
Das Feuilleton erinnert im denkwürdigen Herbst 2009 an einige ewige Wahrheiten (der Rolling Stones) und
an 20 Jahre deutsche Einheit.
Jörg Roche
Gastherausgeber
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