ISSN 1205-6545   18. Jahrgang   Nummer 1   (April 2013)
HerausgeberInnen: Britta Hufeisen, Manfred Prokop, Jörg Roche           Rezensionen: Nicole Marx         Feuilleton: Jörg Wormer
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vorliegende Ausgabe der ZIF enthält wieder eine Fülle hoch aktueller Beiträge zu unterschiedlichen Themen: zu dem Fokus der Ausgabe ‚Kognition in Spracherwerb und Sprachvermittlung‘, zu drei Projekten und Untersuchungen aus den Bereichen Grammatik-Vermittlung, Phonetik und Mehrsprachigkeit, zur europäischen Sprachenpolitik sowie zu den Ergebnissen eines EU-geförderten GER-Standardisierungsprojektes, das von der Zentrale des Goethe Instituts in München koordiniert wurde.

Der Schwerpunkt ‚Kognition in Spracherwerb und Sprachvermittlung‘ widmet sich mit vier verschiedenen Studien dem in der englischsprachigen Forschung bereits weiter fortgeschrittenen Thema der Relevanz der kognitiven Linguistik für die Fremd- und Zweitsprachendidaktik. Zu ihm ist auch der bereits vorbereitend in der ZIF 17: 1 (2012) erschienene Beitrag von Marina Foschi (Pisa), Lesestrategien zur Ermittlung der Textkohärenz in fremdsprachigen Texten, zu rechnen. Gemeinsam ist diesen thematisch unterschiedlichen Beiträgen zu Text, Grammatik, Semantik, Animationen, dass sie die Relevanz der Gebrauchsorientierung der kognitiven Linguistik und damit deren Bemühen um Transparenz und Nachvollziehbarkeit der sprachlichen Regeln aufzeigen. So entsteht eine weitere, längst überfällige Schnittstelle zur konzeptuell ausgerichteten Spracherwerbsforschung. Von einer stärkeren theoretischen Basis, zumal einer, die sich explizit für die Köpfe der Lernenden interessiert, lässt sich auch eine systematischere Strukturierung und empirische Erprobung von Unterrichtsverfahren ableiten. Damit scheint die Orientierung auf die kognitiven Prozesse der Lernenden in der Tat geeignet, die Art und Weise, wie wir Sprachen lernen und lehren, paradigmatisch verändern zu können. Dieser Bedeutung will bekanntlich auch das Leitthema der diesjährigen IDT-Tagung in Bozen gerecht werden, auf das die Beiträge vorbereiten.

Diese Ausgabe der ZIF enthält darüber hinaus, wie gewohnt, eine Reihe lesenswerter Rezensionen und Ankündigungen. Sie schließt mit einem Nachruf von Udo Jung (Bonn) auf den bekannten und einflussreichen Kollegen John Trim, der nicht zuletzt durch seine Arbeit am GER weit über Europa hinaus bekannt wurde.

Ein besonderer Dank gilt hier Lina Pilypaitytė für ihre wie immer professionelle, geduldige und äußerst gewissenhafte Mitarbeit bei der Redaktion der Beiträge.

Jörg Roche, als Herausgeber der Schwerpunktnummer für das ganze Herausgeberteam.


Das Feuilleton dieser Ausgabe der ZiF behandelt das Thema Glück in historischer, ökonomischer und kulturräumlicher Perspektive. Die Sprachmomente greifen einen neuen Aspekt der Fußballsprache auf, bieten eine kleine Betrachtung zur Verwendung des Begriffs alternativlos und widmen sich im ausgehenden europäischen Winter 2012/2013 dem neuen deutschen Wort Beschneiungsanlage.


Die nächste Nummer der ZIF wird am 1. Oktober 2013 erscheinen. Geplant sind die Themenschwerpunkte "CLILiG" (Oktober 2013), "Mehrsprachigkeit und Mehrkulturalität" (April 2014) und "Testen und Prüfen" (Oktober 2014).

Diese Zeitschrift erscheint am Sprachenzentrum der TU Darmstadt. Fragen oder Kommentare bitte an die Schriftleitung.

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